Die letzte Hamburger Wanderdüne im Boberger Naturschutzgebiet im Stadtbezirk Bergedorf

Hamburg Bergedorf: Sanddünen, Reetdächer und das letzte Schloss

Der südöstlichste der insgesamt sieben Bezirke in der Freien und Hansestadt Hamburg ist Bergedorf. Dieser verteilt sich auf einer Fläche von knapp 155 Quadratkilometern und zählt insgesamt über 130.000 Einwohner. Im direkten Vergleich mit den anderen sechs Hamburger Bezirken hat Bergedorf am wenigsten Einwohner auf der größten Fläche.

Der Bezirk im Hamburger Südosten besteht aus 14 Stadtteilen. Dazu gehören Allermöhe, Altengamme, Bergedorf, Billwerder, Curslack, Kirchwerder, Lohbrügge, Moorfleet, Neuallermöhe, Neuengamme, Ochsenwerder, Reitbrook, Spadenland und Tatenberg. All diese Stadtteile bieten neben idyllischen Ortschaften weitläufige Grünflächen, zahlreiche Bauernhöfe, auf denen eigenes Obst und Gemüse für die Menschen in der Umgebung angebaut wird sowie einzigartige romantische Reetdach-Häuser und alte Mühlen.

Naturschutzgebiet Boberger Niederung

Ein wahrliches Paradies versteckt sich im Bezirk Bergedorf im Südosten der Hansestadt. Das Naturschutzgebiet Boberger Niederung in den Stadtteilen Billwerder und Lohbrügge ist einer der artenreichsten und vielfältigsten Naturparks der Großstadt. Auf einer Fläche von gut 350 Hektar gibt es ausgedehnte Geest-, Moor- sowie Marschlandschaften, einen Segelflugplatz und einen großen Baggersee, in dem auch gebadet werden kann und darf. Zudem befinden sich dort die einzigartigen Naturdenkmäler „Boberger Düne“ sowie „Achtermoor“.

Von Xaver Dolores – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40228817

Die Boberger Düne, auch „Hamburgs letzte Wanderdüne“ genannt, bietet eine herrliche Dünenlandschaft wie am Strand: Eine einmalige und schier endlose Sandlandschaft, die Einheimische und Touristen gleichermaßen anlockt. Hier können Jung und Alt, Groß und Klein schöne Stunden verbringen. Vor einigen Jahrhunderten noch erstreckte sich die Dünenlandschaft vom zentralen Berliner Tor bis nach Bergedorf, doch wurden die Dünen im 20. Jahrhundert abgetragen und anderweitig genutzt.

Wer das Naturschutzgebiet mit seiner abwechslungsreichen Landschaft genauer in Augenschein nehmen möchte, wählt einen der vier großen Hauptwanderwege. Diese sind zwischen drei und fünf Kilometer lang. Einer der Wege verläuft um und durchs das Naturdenkmal Achtermoor, der zweite führt über die große, imposante Düne. Ein dritter Weg führt durch Wälder, Orchideenhänge und Trockenrasen. Der vierte ist der Wiesenweg, welcher durch die Marschlandschaft verläuft.

Aufgrund der Vielfältigkeit der Vegetationszonen ist auch die Tierwelt im Boberger Niederung besonders artenreich. Jede Landschaft hat ihre eigenen beheimateten Arten und Lebensräume.

Gleichnamiger Stadtteil mit interessanten Sehenswürdigkeiten

Der Stadtteil Bergedorf ist der kulturelle und wirtschaftliche Mittelpunkt des gleichnamigen Hamburger Bezirkes. Zudem sehen ihn die knapp 36.000 Einwohner gerne als eigenständige Stadt an, befinden sich hier doch ein Rathaus, Theater, Amtsgericht, Krankenhaus, Gefängnis, Hafen, zahlreiche Lokale und Shoppingmöglichkeiten sowie das einzig erhaltene Schloss im gesamten Hamburger Stadtgebiet.

Das Bergedorger Schloss liegt in Bergedorf direkt in der Mitte des alten Ortskerns am Fluss Bille.

Der Stadtteil verfügt mit seiner eindrucksvollen Altstadt über einen großartigen, historischen Stadtkern. Malerische Fachwerkhäuser, das älteste Gasthaus Hamburgs von 1550 und das Bergedorfer Schloss in Backsteingotik laden zum Staunen und Verweilen ein. Wer Spaß, Abwechslung und Abkühlung an heißen Sommertagen sucht, sollte zudem einen unvergesslichen Tag im Bergedorfer Bäderland Bille-Bad verbringen. Großartige Wasserwelten im Innen- und Außenbereich und eine Saunawelt warten auf Groß und Klein. Auch der Bergedorfer Schlossgarten ist einen Besuch wert. Hier, zwischen zahlreichen, alten Bäumen und großzügigen Grünflächen, können Spaziergänger den hektischen Alltagsstress hinter sich lassen und die Ruhe in der schönen Natur genießen.

Heidi Kabel mit Henry Vahl bei einer Autogrammstunde

Hamburger Urgestein – Heidi Kabel

Heidi Kabel wurde im Haus Große Bleichen am 27. August 1914 in Hamburg geboren. Die Sterne standen gut und sich nahe, denn direkt gegenüber lag das Ohnsorg-Theater. Ihr Vater Ernst Kabel war nicht nur Druckereibesitzer, sondern auch Mitbegründer des Vereins „Geborene Hamburger e. V.“. Ihre Mutter war Hausfrau. Den Plan ihrer Eltern, Konzertpianistin zu werden, konnte sie nicht erfüllen. Ihr mangelte es dazu einfach an Talent. Dieses jedoch hatte sie sowohl für das Schauspiel als auch als Hörspielsprecherin. Der Gesang lag ihr ebenso im Blut.

Beitragsbild: Heidi Kabel mit Henry Vahl bei einer Autogrammstunde Von Magnussen, Friedrich (1914-1987) – Stadtarchiv Kiel, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69630717

Sie wurde eher zufällig entdeckt, als sie 1932 eine Freundin zur Vorsprache begleitete. Anschließend folgten Jahre, in denen sie bei den Ohnsorg-Schauspielern ihr Talent weiter entwickeln konnte. Aus ihrer Ehe mit dem Kollegen Hans Mahler entstammen drei Kinder, welche später alle drei ebenfalls mit dem Ohnsorg-Theater in Verbindung zu bringen sind.

Neues aus Waldhagen

Wie fast alle Ohnsorg-Schauspieler, war auch Heidi Kabel Hörspielsprecherin beim WDR Hamburg. Dieser übertrug einige Schauspiele live, wodurch Heidi Kabel deutschlandweit an Bekanntheit gewann. Diese war zeitlebens ein Teil ihres Lebens und doch blieb sie der Hansestadt stets treu. Nach 75-jähriger Schauspielkarriere nahm sie am Silvesterabend 1998 Abschied von der Bühne. Ihr letztes Stück war „Mein ehrlicher Tag“.

Von Udo Grimberg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10644390

Doch auch als sie im gehobenen Alter in die Seniorenresidenz zog, blieb ihr Herz der Bühne und dem Schauspiel verbunden. So konnte sie 2006 noch einmal für die Verfilmung „Hände weg von Mississippi“ gewonnen werden. Ihre letzten bekannten Auftritte als Sängerin hatte sie Mitte der 90er Jahre.

Was bleibt…

Doch nicht nur Hamburg war Heidi Kabel stets wichtig. Ihre Bekanntheit nutzte sie, um sich für verschiedene Projekte einzusetzen. 1992 sammelte sie Spenden am Hamburger Hafen für die Aktion Sorgenkind. 1994 unterstütze sie eine Petition, die auf eine jugoslawische Flüchtlingsfamilie aufmerksam machte, die abgeschoben werden sollte. Das Kinderheim von St. Pauli und Hamburger Obdachlosenprojekte unterstütze sie stets. Tiere lagen ihr sehr am Herzen, weswegen sie den „Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck“ unterstütze.

Auch der plattdeutsche Dialekt war ihr wichtig. Diesen durfte sie nicht nur in all ihren Stücken immer wieder nutzen, er ziert auch ihren Grabstein mit dem einfachen Spruch: „To´t Leben hört de Dood“. Ihre Spuren bleiben bis heute bestehen. 2011 wurde in Hamburg vor dem Ohnesorg Theater in St. Georg das  „Heidi-Kabel-Platz“ Straßenschild enthüllt.

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Botanischer Garten in Hamburg Wandsbek eine grüne Oase mitten in der Großstadt

Hamburg Wandsbek: Von urbaner Lebenslust bis zu den grünen Walddörfern

Der Bezirk Wandsbek liegt im Nordosten der Freien und Hansestadt Hamburg. Zum einen ist er ein eigener Stadtteil, umfasst aber auch weitere Stadtteile. Wandsbek ist der einwohnerstärkste aller sieben Hamburger Bezirke und wird von Süd nach Nord von urban bis dörflich. Die nördliche Begrenzung ist das Bundesland Schleswig-Holstein, welches durch mehrere weitläufige Naturschutzgebiete mit den einzelnen Stadtteilen verbunden ist. Der Hamburger Bezirk Wandsbek verteilt sich auf einer Fläche von knapp 150 Quadratkilometern. Insgesamt leben über 440.000 Menschen in insgesamt 18 Stadtteilen.

Der südlich-westlichste und kleinste davon ist Eilbek mit etwa 22.000 Einwohnern. Ebenfalls im Süden liegen Marienthal (über 13.000 Einwohner) und Jenfeld (über 27.000 Einwohner). Im gleichnamigen Stadtteil leben über 36.000 Einwohner. Weitere sind Tonndorf (etwa 15.000 Einwohner), Bramfeld (knapp 53.000 Einwohner), Farmsen-Berne (über 35.000 Einwohner), Wellingsbüttel (knapp 11.000 Einwohner), Hummelsbüttel (über 18.000 Einwohner), Poppenbüttel (knapp 24.000 Einwohner), Sasel (knapp 24.000 Einwohner), Volksdorf (knapp 21.000 Einwohner), Bergstedt (über 10.000 Einwohner), Lemsahl-Mellingstedt (unter 10.000 Einwohner), Duvenstedt (unter 10.000 Einwohner) und Wohldorf-Ohlstedt (unter 5.000 Einwohner). Der flächenmäßig größte Stadtteil in Wandsbek ist der Stadtteil Rahlstedt mit über 92.000 Einwohnern.

Grüne Idylle am Wandse

Da der Bezirk Wandsbek eine äußerst zentrale Lage genießt und zudem der einwohnerstärkste in Hamburg ist, wird auch oftmals angenommen, dass hier lediglich Hochhäuser, Büroflächen und jede Menge Hektik herrschen. Aber nein! Wandsbek besteht nicht nur aus geschäftigem Treiben, ganz im Gegenteil: Der Stadtteil hat wunderschöne, idyllische Flecken, die zum Verweilen einladen und somit für das besondere i-Tüpfelchen bei der Attraktivität des Bezirkes sorgen. An den Flussauen der Wandse können Naturliebhaber tief durchatmen und Abstand vom Alltagsstress gewinnen. Wunderbar entspannen kann man auch am Mühlenteich im Westen von Wandsbek – einem Picknick im Grünen steht hier nichts entgegen. Auch der gut 7,5 Hektar große Eichtalpark, welcher sich entlang der Wandse erstreckt, eignet sich ideal für ausgedehnte Spaziergänge. Wer noch mehr Natur genießen möchte, sollte die wahre blühende Oase im Bezirk aufsuchen: Der Botanische Sondergarten Wandsbek verfügt über endlose Grünflächen und zudem können Besucher eine große Vielzahl an Pflanzen und Blumen bewundern.

Die Walddörfer im äußersten Nordosten

Fährt man in Hamburg Richtung Norden, wird der Bezirk Wandsbek immer ländlicher und es erstreckt sich ein wahrhaftiges, grünes Paradies vor Augen. Gerade bei jungen Familien und älteren Mitmenschen sind die nördlichen Stadtteile von Wandsbek sehr beliebt, gibt es hier doch ausgedehnte Grünflächen, Wälder, ruhige Wohngebiete und Natur, wohin man blickt. Die fünf Stadtteile Duvenstedt, Wohldorf-Ohlstedt, Lemsahl-Mellingstedt, Bergstedt sowie Volksdorf werden aus diesem Grund gerne auch als „Walddörfer“ bezeichnet. Neben einer malerischen Vorortidylle sind in den dortigen Naturschutzgebieten auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Die ländliche Gegend sowie die Wälder lassen die hektische und lebendige Innenstadt Hamburgs schnell vergessen.

Prof. Dr. Marion Hedda Ilse Gräfin Dönhoff

Es war ein kalter Dezembertag, der 2. um genau zu sein, als Marion Hedda Ilse 1909 das Licht der Welt erblickte. Sie wurde im ostpreußischen Familiensitz, dem Schloss Friedrichstein, geboren. Ihre Mutter Ria von Lepel war Palastdame von niemand geringerem als der Kaiserin Auguste Viktoria. Ihr Vater war August Karl Graf von Dönhoff. Dieser war Mitglied im preußischen Herrenhaus und zugleich Reichstagsabgeordneter. Marion Hedda Ilse war das Nesthäkchen ihrer halb-feudalen Familie und das siebte Kind. Also solches lernte sie schon früh sich durchzubeißen und entwickelte einen Kampfgeist, den sie später immer wieder einsetzte. Entmutigen ließ sie sich nie. Als Gräfin war aufgeben für sie keine Lösung. Aber ins Rampenlicht stellte sie sich selbst dennoch nicht.

Der Zweite Weltkrieg

Schon als junge Dame interessierte sich Marion Hedda Ilse Gräfin Dönhoff für die Wirtschaft. Bekam sie doch die Wirtschaftskrise hautnah mit und wollte verstehen, worum es ging. Auch später ließ sie die Dinge nicht einfach geschehen. Als das NS-Regime an Macht gewann, riss sie die Hakenkreuzfahne vom Dach der Universität, an der sie gerade studierte. Plakate, die Dozenten als Juden und Linke anprangerten, riss sie eigenhändig von der Wand. Ihr Kampf gegen die Nazis brachte ihr den Beinamen „die rote Gräfin“ ein, da sie als Sympathisantin der Linken galt. Als Flugblätter verteilt wurden, beteiligte sie sich daran. Kurze Zeit später wanderte sie zu ihrem Schutz in die Schweiz aus. Um noch weiter weg vom nationalsozialistischen Deutschland zu kommen, reiste sie bis nach Afrika.

1937 kehrte sie zurück und übernahm 1939 die Gutsverwaltung der Familiengüter. Doch das hielt sie nicht davon ab, weiter gegen das NS-Regime vorzugehen. Im Gegenteil – sie entfaltete die Macht der zwei Gesichter – war zugleich Widerstandskämpferin und regimetreue Gräfin. Nach dem Stauffenberg Attentat geriet sie ins Visier der Gestapo und wurde 1944 verhört. Wieder freigelassen, blieb ihr 1945 vor den sowjetischen Streitkräften nur die Flucht in den Westen. Ihre Aufklärung gegenüber den Briten und Alliierten blieb ungehört. Diese behaupteten lange, es hätte keinen deutschen Widerstand gegeben. An den Nürnberger Prozessen nahm sie als Augenzeugin teil.

Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F035073-0018 / Gräfingholt, Detlef / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7469933

Wir sind dem Abgrund ein Stück näher gekommen

1946 wird die Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT auf die Memoranden der Gräfin aufmerksam. Hierdurch wird Marion Gräfin Dönhoff als freie Mitarbeiterin eingestellt. Bekannt wurde sie als Journalisten von kritischen Texten. Fast 10 Jahre später wird sie Ressortleitern für Politik und Chefredakteurin der ZEIT. Konrad Adenauer kritisierte sie stets und setzte sich doch für die Wiedervereinigung von Ost und West ein. Als die Mauer gebaut wurde, zitierte sie dies mit dem Satz: „Wir sind dem Abgrund ein Stück näher gekommen!“

Da sie sich stets zur Aufgabe setzte, nicht nur die Vorgänge zu verstehen, sondern auch Ost und West mit allen Mitteln wieder zu vereinen, erhielt sie 1971 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Doch dies sollte nicht ihr einziger Preis sein. Einige Bücher und Zeitungsartikel von ihr, über ihre Flucht, ihren Wunsch die östlichen Länder mit dem Westen zu vereinen sind erschienen. 2002 stirbt sie im Alter von 92 Jahren mit dem Wissen, dass Ost und West sich wieder angenähert haben.

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Staatsbibliothek in Hamburgs Bezirk Eimsbüttel

Hamburg Eimsbüttel: Lebenswert, prächtig und quirlig

Beitragsbild: Von Staats- und Universitäsbibliothek Hamburg – http://www.sub.uni-hamburg.de/onTEAM/grafik/Fassade_04.jpg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1263708.

Nördlich des Bezirks Altona liegt der Bezirk Eimsbüttel der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Bezirk beherbergt etwa eine Viertelmillion Einwohner und verteilt sich auf einer Fläche von fast 50 Quadratkilometern. Im Nordwesten grenzt der Bezirk Eimsbüttel an das Bundesland Schleswig-Holstein, im Osten ist die Alster die natürliche Grenze. Im Nordosten grenzt der Stadtteil Niendorf an den Hamburg Airport.

Der Hamburger Bezirk Eimsbüttel gliedert sich in insgesamt neun Stadtteile: Eimsbüttel (knapp 60.000 Einwohner), Rotherbaum (über 16.000 Einwohner), Harvestehude (knapp 18.000 Einwohner), Hoheluft-West (über 13.000 Einwohner), Lokstedt (fast 30.000 Einwohner), Niendorf (über 40.000 Einwohner), Schnelsen (über 29.000 Einwohner), Eidelstedt (über 34.000 Einwohner) und Stellingen (über 26.000 Einwohner).

Die in der Nähe der Alster gelegenen Stadtteile Rotherbaum und Harvestehude verfügen über weitläufige Anlagen und imposante Villenviertel. Im Südosten des Bezirkes Eimsbüttel sind hingegen eher mehrgeschossige Altbauten zu finden. In den nördlicher gelegenen Stadtteilen Eidelstedt, Schnelsen und Niendorf gibt es großzügige Einfamilienhäuser mit schönen Grünflächen.

Stadtteil Rotherbaum: Aufregendes Universitätsleben und lehrreiches Museumsviertel

Die Universität Hamburg blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits im Frühjahr 1919 wurde beschlossen, diese Lehranstalt zu gründen – über 100 Jahre existiert die Universität in der Hansestadt also schon. Ihren Hauptsitz hat die Hochschule seitdem im Stadtteil Rotherbaum. Mit über 40.000 Studierenden ist sie die größte Forschungs- und Ausbildungseinrichtung in ganz Norddeutschland und zählt zu eine der zehn größten Hochschulen im gesamten Land.

Von Merlin Senger – photo by Merlin Senger, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=763613

Doch nicht nur das turbulente Universitätsleben prägt diesen Stadtteil – auch einzigartige Lokale und wunderschöne, weiße Prachtvillen sind in Hamburg Rotherbaum zu Hause. Zudem ist das „Abaton-Kino“ seit einigen Jahren eines der kulturellen Zentren in Hamburg und war eines der ersten Programmkinos in ganz Deutschland. Aufgrund seines unterhaltsamen Programmes erhält es regelmäßig höchste Auszeichnungen. Wer noch etwas mehr Kultur erleben möchte, kann sich in einem der zahlreichen Museen in Rotherbaum genauer umsehen. Neben dem interessanten Museum für Völkerkunde gibt es noch das Mineralogische Museum mit jeder Menge irdischer und außerirdischer Schätze. Schimmernde Erze, funkelnde Edelsteine und leuchtende Kristalle können hier unter die Lupe genommen werden. Auch das Geologisch-Paläontologische Museum ist für Touristen besonders sehenswert und bietet auf gut 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche einen riesigen Einblick in die Geschichte des Lebens.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Bezirk Eimsbüttel in der Hansestadt bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler. Eine wichtige Anlaufstelle für begeisterte Theaterbesucher sind beispielsweise die Hamburger Kammerspiele an der Hartungstraße. Seit ziemlich genau 75 Jahren kann man hier verschiedene Theaterstücke für Groß und Klein sowie Lesungen live miterleben. Wie oben erwähnt, ist auch das „Abaton-Kino“ im Univiertel ein schöner Treffpunkt für Jung und Alt, um sich neue und alte Klassiker anzusehen.

Besondere Bauwerke des Bezirkes Eimsbüttel sind unter anderem die Grindelhochhäuser in Harvestehude, welche nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Auch die beiden Wassertürme in den Stadtteilen Lokstedt und Stellingen sind sehenswert. Beide wurden im frühen 20. Jahrhundert erbaut und sind um die 50 Meter hoch. Sie gelten in ihren jeweiligen Stadtteilen als besonderes Wahrzeichen und überragen die normalen Wohnhäuser bei Weitem. Ebenfalls interessant ist das denkmalgeschützte „Curiohaus“ in Rotherbaum. Heute wird dieses um 1909 erbaute Gebäude als Büro- und Veranstaltungsstätte genutzt.

Einige Kirchen im Bezirk Eimsbüttel sind darüber hinaus auch einen Besuch wert. Beispielweise ist die evangelisch-lutherische Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern in Harvestehude eines den bedeutendsten Kulturdenkmalen der Region. Sie löste die im Krieg zerstörte, ehemalige Hauptkirche im Stadtzentrum ab und ist heute ein wichtiges Wahrzeichen des Stadtteils. Auch die achteckige Kirche am Markt im Stadtteil Niendorf ist besonders: Sie entspricht aufgrund ihrer Symmetrie dem Idealbild eines evangelischen Gotteshauses und ist auch Teil des Eimsbütteler Wappens.

Loki Schmidt, geborene Hannelore Glaser, wurde in Hamburg geboren.

Mehr als nur Kanzler-Gattin: Loki Schmidt

Loki Schmidt ist bekannt. Wer ihren Namen hört, denkt zwar häufig zuerst an ihren Mann, aber auch Loki Schmidt selbst hat viele Spuren hinterlassen. Geboren wurde sie am 03. März 1919 in Hamburg-Hammerbrook als Hannelore Glaser. Aufgewachsen im Arbeiterviertel blieb sie der Hansestadt zeitlebens treu. Denn hier lebten und arbeiteten ihre Eltern und ihre Geschwister Linde und Christoph. Eine einfache Kindheit war nicht nur der Jahre wegen, sondern auch der Arbeiterklasse nicht da. Während erst ihr Vater arbeitete, war es später ihre Mutter. Ob hier schon das Kämpferherz erwachte? Ihren Spitznamen „Loki“ gab sich Hannelore zumindest selbst!

Loki Schmidt, geborene Hannelore Glaser, wurde in Hamburg geboren.
Loki Schmidt (1981) Von Montgomery – U.S. DefenseImagery photo VIRIN: DF-SC-83-01314, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39401128

Die Schule – ihr Leben

Hannelore Glaser kam in den Genuss ab 1925 die musisch geprägte und reformorientierte Lichtwarkschule zu besuchen. Bereits im Alter von 10 Jahren lernte Loki Glaser hier ihren späteren Ehemann Helmut Schmidt kennen. Dabei zeigte sie, dass sie zwar die Regeln des Elternhauses kannte, aber diese auch gerne brach. Zusammen mit ihrem späteren Mann besuchte sie nicht nur dieselbe Klasse, sondern rauchte auch ihre erste Zigarette. Diesem Markenzeichen blieben beide bis ins hohe Alter treu. Ihre Liebe verband die beiden, die 1942 heirateten und zwei gemeinsame Kinder bekamen, stets.

Unterrichtet wurden Hannelore und Helmut im Gymnasium mitunter von Erna Stahl im Fach Deutsch. Diese gehörte ins Hamburger Umfeld der Weißen Rose. Besonders dürfte es ihr auch Charles Darwin angetan haben. Sie galt nicht nur in der Schule als Anhängerin seiner Lehren und war stets darauf konzentriert diese zu ihrem eigenen Wissen zu nutzen.

Interessen und Initiativen

Nach dem Abitur musste Loki Schmidt zuerst zum Reichsarbeitsdienst. Anschließend wollte sie Biologie studieren, musste aber auf Pädagogik ausweichen, da sie sich die Studiengebühren nicht leisten konnte. Vielleicht war genau dies der Grund, warum sie ihren geliebten Mann zur Seite stand, als er Staatswissenschaften und Volkswirtschaftslehre studierte. Sie brachte in diesen Jahren den Unterhalt für die Familie auf und verlor doch ihre eigenen Interessen nicht aus den Augen.

So arbeitete sie zwischen 1940 und 1972 selbst als Lehrerin. Anschließend folgte von 1974 bis 1982 die Zeit als Gattin des Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Doch auch diese Zeit ließ sich nicht spurlos verstreichen, sondern setzte sich besonders für den Natur- und Pflanzenschutz ein. So konnte sie der Biologie ihr Herz schenken und beteiligte sich an zahlreichen Forschungsreisen rund um die Welt, stets zum Studium der Pflanzenwelt. 1976 gründete sie das Kuratorium zum Schutze gefährdeter Pflanzen, aus dem später die Stiftung „Naturschutz Hamburg“ wurde. Noch heute wird die Auszeichnung „Loki-Schmidt-Silberpflanze“ vergeben und wählt die Blume des Jahres.

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Schreiben ist Leben! Meta Klopstock

Margareta Klopstock, geb. Moller, erblickte am 16. März 1728 in Hamburg das Licht der Welt. Ihr Herz sollte auch zeitlebens der Hansestadt gewidmet sein. Bekannt ist sie als Meta oder ihrem Pseudonym Margaretha. Für die Zeit des Rokoko und besonders als Mädchen war sie schon früh sehr gebildet. Neben Deutsch sprach sie u. a. fließend Englisch und Italienisch. Ihre Liebe galt jedoch dem Schreiben. Das bekannteste Werk von ihr beinhaltet den Briefwechsel als Schriftstellerin. Sie beschrieb darin die Empfindungen und die Zeit des Rokoko überaus realistisch. Aus der Korrespondenz mit Samuel Richardson, ab 1757, gibt es Überlieferungen in schriftlicher Form.

Von Domenicus van der Smissen – Meta Klopstock: Es sind wunderliche Dinge, meine Briefe. Beck, München 1980, S. 17., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5305778

Cidi-Oden

1754 heiratete Meta den Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock. Dieser verewigte sie nicht nur in seinen Gedichten rund um die „Cidi-Oden“. Auch die Kritik von Meta an seinen Werken war ihrem Mann stets wichtig. Die Liebe führte sie und Friedrich Gottlieb Klopstock nach Kopenhagen. Kurz vor der langersehnten Schwangerschaft zog es Margareta Klopstock wieder zurück in die Hansestadt, wo auch ihre Schwester Elisabeth lebte. Das Kinderglück jedoch war ihr nicht lange gegeben. Meta starb bei der Geburt ihres Sohnes am 28. November 1758. Dieser kam bereits tot zur Welt. Meta wurde gerade einmal 30 Jahre alt.

Bis in die Ewigkeit

Die zwei Schwestern von Meta, Catharina Margaretha Dimpfel und Elisabeth Schmidt, pflanzten auf ihrem Grab zwei Linden. Noch heute steht eine davon und dürfte den Friedhofsbesuchern im Sommer Schatten spenden. Doch nicht nur hier ist ihr Nachruf zu vernehmen. Im „Gesang des Messias“ von Friedrich Gottlieb Klopstock hat dieser ihren Tod verarbeitet. Dieser ist ebenfalls noch heute erhalten. Als Friedrich Gottlieb Klopstock 1803 selbst verstarb, wurde er im Familiengrab beigesetzt. So wurde ihm vergönnt wenigstens im Tod mit seinen zwei Liebsten zusammenzubleiben.

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Ein Star ist geboren! – Gerda Gmelin

Am 23. Juni 1919 erblickte Gerda Gmelin in Braunschweig das Licht der Welt. Schon früh sollte ihr Leben bestimmt sein von Glanz und Glamour. Ihr Vater, Helmuth Gmelin, war ein bekannter Schauspieler. So trat Gerda Gmelin bereits im zarten Alter von 15 Jahren in seine Fußstapfen und auf die Bühne, nachdem sie 1937 ihre Schauspielausbildung in Hamburg begonnen hatte. Anschließend tingelte sie durch Welt und war lange in Koblenz aktiv. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte sie in ihre Wahlheimat, Hamburg, zurück. Die Gründe waren keine geringeren, als das ihr Vater in Hamburg in einer Privatwohnung bereits ein Theater gegründet hatte. Dieses zog später in eine Villa um. Nachdem ihr Vater 1959 verstorben war, trat Gerda Gmelin auch hier seine Nachfolge an. Dieses Theater leitete sie bis zu seiner Schließung 1999.

Von W.Meinhart, Hamburg – own Picture;, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4252294

Alles Theater?

Gerda Gmelin war ab 1958 in vielen TV Produktionen zu sehen. Diese verstanden früher noch viel mehr als heute, die Kunst des Schauspiels. Stets konnte sie in ihren Rollen zeigen, was sie konnte. Sie war ebenso als Lehrerin, Dramaturgin und Regisseurin tätig. Dabei durfte sie stets mit interessanten Schauspielern zusammenarbeiten. Zu ihren Arbeiten gehörte u. a. Loriot, aber auch ihr Können im Tatort. Ihre prägnanteste Rolle spielte sie in „Die Bertinis“. Im Landarzt hingegen war sie am meisten zu sehen.

Sowohl in Theater als auch in Fernsehproduktionen überzeugte sie nicht nur als Frau, sondern auch in männlichen Rollen. Dazu gehört u. a. ihre Rolle als „Hausmeister“ im gleichnamigen Theaterstück von Harold Pinters. Doch damit nicht genug, denn ihre Stimme verlieh Gerda Gmelin auch Hörspielrollen. Die für sie persönlich wichtigste Rolle in ihrem Leben war jedoch ihr Privatleben. Denn neben all ihrem künstlerischen Wirken, war sie alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen.

Ausgezeichnet, klasse!

Gerda Gmelin wurde für ihr Wirken, u. a. für den künstlerischen Verdienst um die Stadt Hamburg, ausgezeichnet. Sie erhielt die Biermann-Ratjen-Medaille. Von der Hamburger Volksbühne wurde ihr 1988 der Ehrenpreis „Silberne Maske“ verliehen. So bleibt Gerda Gmelin, die im April 2003 verstarb, besonders ihrem Hamburger Publikum in Erinnerung.

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Frauenrechtlerin Lida Gustava Heymann

Ob die Sterne zur Geburt gut standen und sie einfach nur Glück hatte, Lida Gustava Heymann wurde am 15. März 1868 in Hamburg als starkes Wesen geboren. Dabei war sie die Mittlere von fünf Schwestern und lernte schon früh sich ein- und durchzusetzen. Gerade diese Sturheit sollte sie auf ihrem Weg weit bringen. Während ihre Eltern sie von der Außenwelt fern hielten und Lida Gustava Heymann mit Hausunterricht auskommen musste, wird sie sich wohl nach der Außenwelt gesehnt haben.

Die Möglichkeit dazu hatte sie, als sie begleitet von einem Diener, eine Töchterschule besuchen durfte. Auch nach der Volljährigkeit blieb sie ledig und lebte zwischen ihrem 17. und 28. Lebensjahr ohne Aufgabe. Dies führte dazu, auch in Verbindung ihrer Pflege des eigenen Vaters, dass sie immer deprimierter wurde. Als ihr Vater 1896 verstarb, musste sie mit 28 Jahren um das Erbe, ein Millionenvermögen, vor Gericht kämpfen. Sie bekam zu spüren, dass Frauen zur damaligen Zeit keine Rechte hatten. Erst nachdem sie einen Präzedenzfall aus dem 13. Jahrhundert nachweisen konnte, erhielt sie ihr Erbe ausgezahlt.

Lida Gustava Heymann (1900) Von Bundesarchiv, Bild 146-1987-143-05 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5483402

Spuren bis in die Ewigkeit

Lida Gustava Heymann wusste ihr Erbe sinnvoll für sich zu nutzen. Statt es zu verprassen, eröffnete sie um die Jahrhundertwende das erste Frauenzentrum. Dort erhielten Frauen neben einem Mittagstisch auch die Möglichkeit ihre Kinder in den Hort zu bringen. Auch gab es dort eine Beratungsstelle für Frauen. Gestärkt vom Zuspruch vieler Frauen, gründete sie einen Berufsverband, den Zweig der Internationalen Abolitionistischen Föderation und war Mitbegründerin eines Gymnasiums. Sie wurde gemeinsam mit ihrer Arbeits- und Lebensgefährtin Anita Augspurg eine der prominenten Vertreterinnen der Frauenbewegung.

Lida Gustava Heymann setzte sich auch für das Frauenstimmrecht ein. Das ging so weit, dass sie mit dem Gesetz in Konflikt kam, als sie sich für Prostituierte stark machte. Doch nicht nur in Hamburg hinterließ sie Spuren. 1918 war sie Mitbegründerin des Frauenkongresses für Frieden in Den Haag.

Umzug ins Ausland

Lida Gustava Heymann setzte sich zusammen mit ihrer Lebensgefährtin 1923 für die Ausweisung von Adolf Hitler aus Deutschland ein. Als Hitler 1933 die Macht ergriff, waren die beiden Frauen gerade auf einer Auslandsreise. Da sie nicht mehr nach Deutschland zurückkehrten, wurde ihr Vermögen konfisziert. Leider gingen damit auch alle wichtigen Unterlagen, die gegründete Bibliothek und die Arbeit in der Frauenbewegung verloren.

Von 1937 pflegte Lida nun ihre Lebensgefährtin. Danach entstand ihr Werk der Erinnerungen „Erlebtes-Erschautes“, 1941. Zwei Jahre später starb Lida Gustava Heymann, im Alter von 75 Jahren in Zürich.

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Panoramaansicht des Hafens in Altona Hamburg

Hamburg Altona: Abwechslungsreiches Viertel mit sehenswerten Ecken

Im äußersten Westen der Freien und Hansestadt Hamburg befindet sich der Bezirk Altona mit seinen insgesamt 14 Stadtteilen. In Norden und Westen grenzt Altona an das Bundesland Schleswig-Holstein; im Süden und Osten an den Bezirk Hamburg-Mitte. Im Nordosten wird Altona vom Bezirk Eimsbüttel begrenzt. Anhand der Bevölkerungs- sowie der Bebauungsdichte können die 14 Altonaer Stadtteile in insgesamt drei verschiedene Typen unterschieden werden:

Zum einen gibt es die östlichen Stadtteile des Bezirks Altona, die größtenteils dem alten Stadtkern entsprechen. Zu diesen zählen Altona-Altstadt (knapp 30.000 Einwohner), Altona-Nord (knapp 25.000 Einwohner), Ottensen (über 36.000 Einwohner) sowie Sternschanze (unter 10.000 Einwohner). Die meisten Menschen leben dort in mehrgeschossigen Häusern.

Die im Norden des Bezirks liegenden Stadtteile sind Bahrenfeld (über 30.000 Einwohner), Groß Flottbek (über 11.000 Einwohner), Iserbrook (über 11.000 Einwohner), Lurup (über 36.000 Einwohner) sowie Osdorf (unter 3.000 Einwohner). Die Bebauung ist weitestgehend gemischt – sowohl Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäuser sind hier vorhanden.

Im Westen von Altona befinden sich die ruhigeren Elbvororte: Blankenese (unter 14.000 Einwohner), Nienstedten (unter 10.000 Einwohner), Othmarschen (knapp 16.000 Einwohner), Rissen (knapp 16.000 Einwohner) und teilweise Sülldorf (unter 10.000 Einwohner). Die Menschen leben hier überwiegend in Einfamilienhäusern beziehungsweise größeren Villen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Bezirk Altona ist besonders bekannt durch den weltberühmten Fischmarkt. Dieser wird von neugierigen Touristen sowie alteingesessenen Einheimischen gleichermaßen gerne besucht. Jeden Sonntag zwischen 05:00 Uhr und 09:30 Uhr lockt der Altonaer Fischmarkt mit Verkaufsständen unter freiem Himmel. Hier werden schon lange nicht mehr nur Lebensmittel angeboten, sondern mittlerweile auch technisches Zubehör, Hühner sowie Kaninchen und natürlich Souvenirs aller Art verkauft. An warmen Sommer-Sonntagen besuchen bis zu 70.000 Menschen diese besondere Touristenattraktion. Neben den Verkaufsständen lockt auch die imposante Fischauktionshalle, welche an Sonntagen der Mittelpunkt des Fischmarktes ist. Die historische Halle kann allerdings auch für Veranstaltungen aller Art gebucht werden und bietet Platz für bis zu 3.500 Personen.

Von Wolfgang Meinhart – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=278133.

Eine weitere Altonaer Sehenswürdigkeit ist das beeindruckende Rathaus am Platz der Republik, welches sich im Empfangsgebäude des ersten Altonaer Bahnhofes befindet. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und ein wahres Prachtstück des Neoklassizismus aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Bauwerk hat jedoch nicht nur äußerlich was zu bieten: Im Innenhof finden immer wieder Open Air-Kinovorstellungen statt, Ausstellungen werden gezeigt und geheiratet werden kann hier auch. In unmittelbarer Nähe des Rathauses befindet sich der Altonaer Balkon, welcher einen fantastischen Blick auf den Hafen bietet. Die Grünanlage liegt etwa 27 Meter über der Elbe auf dem sogenannten Geesthang und ist somit ein wichtiger, touristischer Aussichtspunkt. Von hier aus beginnt auch der Elbuferwanderweg.

Am Altonaer Rathaus beginnt ebenfalls die Elbchaussee, welche sich nach Westen bis zum Stadtteil Blankenese erstreckt. Entlang der fast neun Kilometer langen Straße säumen sich bedeutende Villen und weitläufige Parkanlagen, die einen Besuch definitiv wert sind.
Ein weiterer Höhepunkt in Altona ist der Stuhlmannbrunnen. Diese bemerkenswerte Brunnenanlage steht auf dem Platz der Republik zwischen Rathaus und Bahnhof, und ist ein wichtiges Symbol des Bezirkes. Dargestellt werden zwei Zentauren, die um einen riesigen Fisch kämpfen, was sinnbildlich die Konkurrenz der Städte Altona und Hamburg darstellen soll.

Regelmäßige Veranstaltungen in Altona

Der Bezirk im äußersten Westen Hamburgs veranstaltet das ganz Jahr über jede Menge Feste und Feierlichkeiten. Neben dem wöchentlichen Altonaer Fischmarkt, welcher bereits auf eine über 300-jährige Geschichte zurückblickt, gibt es drei weitere Großveranstaltungen, die einmal im Jahr in Altona stattfinden. Dies ist unter anderem der „Hamburg-Marathon“, welcher immer Ende April stattfindet und teilweise durch den Bezirk Altona führt. Auch die „altonale“ ist über Hamburg hinaus sehr bekannt: Das vierzehntägige Kulturfest bietet Kunst, Literatur und Theater für Jedermann. Darüber hinaus findet am Abschlusswochenende des Festes eine riesige, bunte Straßenfeier mit zahlreichen Live-Musik-Bühnen statt. Die dritte Großveranstaltung sind die „Cyclassics“, deren Strecken ebenfalls teilweise durch Altona führen. Wie der Name bereits verrät, ist dies ein besonderes Radsportereignis für Profis und Jedermann, welches jährlich im August stattfindet. Dieses Hamburger Radrennen gibt es bereits seit 1996 und hat längst einen Kultcharakter in der Hansestadt erlangt. Hierbei werden Strecken über 60, 100 oder 160 Kilometer zurückgelegt.